Spanien plant 17 neue Meeresreservate auf den Kanaren: Fast 17.000 km² Ozean werden geschützt

Alfredo Mauriz • 4 August 2026

Spanien plant 17 neue Meeresreservate auf den Kanaren: Fast 17.000 km² Ozean werden geschützt

KANARISCHE INSELN – Die spanische Regierung hat umfassende Pläne zur Schaffung von 17 neuen Meeresnutzungs- und Schutzgebieten auf den Kanarischen Inseln vorgestellt. Damit werden knapp 17.000 Quadratkilometer Atlantik in das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 eingegliedert.

Die Initiative dient dem Schutz empfindlicher Unterwasser-Ekosysteme, Korallenriffe, Seegraswiesen sowie von Meeres-Schildkröten, Delphinen, Walen und Seevögeln. Neben 17 Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung (LIC) entstehen zwei neue Vogelschutzgebiete (ZEPA).

Verteilung der neuen Schutzzonen auf den Inseln

Das geplante Schutznetzwerk verteilt sich auf fünf Inseln des Archipels:

  • Teneriffa: 5 neue Schutzbereiche mit insgesamt 564 km².
  • Gran Canaria: 5 Zonen mit einer Fläche von 323 km².
  • La Palma: 3 Meeresgebiete mit ca. 793 km².
  • La Gomera: 3 Bereiche mit zusammen über 500 km².
  • Lanzarote: 1 Schutzzone von 24 km² vor der Küste von Famara.

Zusätzlich werden zwei große Vogelschutzkorridore eingerichtet: einer zwischen Lanzarote und Fuerteventura sowie ein weiterer im Meeresarm zwischen Teneriffa und La Gomera.

Einzigartige Unterwasserwelten und Artenvielfalt

Zu den ökologischen Highlights rund um Teneriffa gehört der Küstenstreifen im Norden zwischen Ladera Castillo und Roque de Antequera mit der Unterwasser-Gebirgskette „Las Siete Hermanas“ sowie den Basaltsäulen von La Rapadura.

Ebenfalls verstärkt geschützt wird der Meeresstreifen Teno-Rasca, der als Hauptlebensraum für Grindwale, Große Tummler und Schildkröten gilt, sowie die Seegraswiesen an der Südostküste.

Fortschritt bei den EU-Umweltzielen

Nach Abschluss der öffentlichen Anhörung und der Genehmigung durch die Europäische Kommission steigt der Anteil der geschützten Meeresfläche Spaniens von 22,45 % auf 24,53 % der Hoheitsgewässer. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung des EU-Ziels von 30 % geschützter Meeresfläche bis 2030.

Diese Initiative unterstreicht den Wert des nachhaltigen Tourismus auf den Inseln. Urlauber, die in Unterkünften wie den holiday apartments in los cristianos wohnen, profitieren von einem intakten Ökosystem für Bootsausflüge und Tauchgänge.