Studie empfiehlt 2 Euro Bettensteuer pro Nacht für die Kanarischen Inseln

Studie empfiehlt 2 Euro Bettensteuer pro Nacht für die Kanarischen Inseln
KANARISCHE INSELN – Eine neue Studie der Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) kommt zu dem Ergebnis, dass eine Touristenabgabe von 2 Euro pro Person und Nacht der akzeptabelste Kompromiss für Urlauber auf den Kanaren wäre. Damit könnten jährlich rund 131 Millionen Euro eingenommen werden.
Die in der Fachzeitschrift Tourism Economics veröffentlichte Untersuchung basiert auf den Antworten von über 35.000 Touristen. Bei 2 € pro Nacht würde eine Woche Urlaub für ein Paar 28 € mehr kosten, für eine vierköpfige Familie 56 €. Es handelt sich hierbei um ein wissenschaftliches Modell und nicht um eine beschlossene Steuer der Inselregierung.
Unterschiede nach Herkunft und Unterkunftsart
Rund 52 % der Befragten würden diesen Betrag akzeptieren. Urlauber aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden zeigten die höchste Zahlungsbereitschaft, während Gäste aus Großbritannien, Irland und Spanien zurückhaltender reagierten.
Gäste von Fünf-Sterne-Hotels sowie Kurzzeiturlauber zeigten sich aufgeschlossener. Auf Insel-Ebene verzeichnete La Palma mit 69,3 % die höchste Zustimmung, gefolgt von Teneriffa (53,8 %) und Lanzarote (53,7 %).
Transparenz bei der Mittelverwendung entscheidend
Der Studie zufolge ist Urlaubern besonders wichtig, wofür das Geld verwendet wird: Die größte Zustimmung gab es für Abgaben, die direkt in den Umweltschutz, die Infrastruktur oder die Lebensqualität der Einheimischen fließen.
Derzeit gibt es auf den Kanaren keine Verpflichtung zur Zahlung einer Bettensteuer. Urlauber in den holiday apartments in los cristianos können ihren Aufenthalt im Süden Teneriffas weiterhin ohne zusätzliche Tagesgebühren genießen.




