Neue Flughafen-Busgebühr sorgt für Verspätungen und lange Warteschlangen bei Ankünften auf Teneriffa Süd
Neue Flughafen-Busgebühr sorgt für Verspätungen und lange Warteschlangen bei Ankünften auf Teneriffa Süd
FLUGHAFEN TENERIFFA SÜD – Ein umstrittenes neues Gebührensystem des Flughafenbetreibers AENA sorgt für erhebliche Verkehrsbehinderungen und lange Wartezeiten für Urlauber, die am Flughafen Teneriffa Süd ankommen. Nach Angaben des kanarischen Transportverbandes (Federación de Empresas de Transporte de Canarias) sind Transferbusse in den Hauptverkehrszeiten mit Wartezeiten von über 30 Minuten konfrontiert, um überhaupt das Flughafengelände verlassen zu können.
Der Streit dreht sich um eine neue Maut, die am 1. Juni für Busse eingeführt wurde, die Touristen zwischen dem Flughafen und den Ferienorten transportieren. Nach den neuen Regeln dürfen die Transferbusse nicht mehr auf dem Hauptgelände des Flughafens auf ankommende Passagiere warten. Stattdessen müssen sie auf einem abgelegenen externen Parkplatz bleiben, bis ein Vertreter des Reiseveranstalters bestätigt, dass die gesamte Urlaubsgruppe ihr Gepäck abgeholt hat. Erst dann darf der Bus in die kostenpflichtige Abholzone einfahren. Die Betreiber bemängeln, dass diese Zone nur Platz für 30 Fahrzeuge bietet, obwohl der Bedarf in Spitzenzeiten auf bis zu 90 Busse ansteigt.
Da die Transportunternehmen davor warnen, dass sich diese Verzögerungen vor der geschäftigen Wintersaison noch verschlimmern könnten, entscheiden sich viele Individualreisende dafür, die gemeinsamen Shuttlebusse komplett zu meiden. Durch Mietwagen oder private Transfers direkt ab dem Terminal können Besucher ohne Wartezeiten in der Sonne direkt zu ihrem Ziel aufbrechen. Dieser Trend unterstreicht die Vorteile einer unabhängigen Unterkunft, da Urlauber, die in erstklassigen Objekten aus dem Bereich holiday apartments in los cristianos wohnen, in ihrem eigenen Tempo anreisen und ihren Urlaub sofort genießen können.
Der Transportverband hat die plötzlichen Änderungen scharf kritisiert und sie als übereilt und gewinnorientiert statt betrieblich sinnvoll bezeichnet. Derzeit müssen Touristen aus Nicht-Schengen-Staaten bereits bei der Passkontrolle mit Wartezeiten von bis zu zwei Stunden rechnen, um danach im Freien darauf zu warten, dass ihr zugewiesener Bus die Einfahrtsgenehmigung erhält. Die Branchenführer fordern AENA nun dringend auf, die kostenlosen Wartebereiche zu erweitern, schattige Unterstände für Passagiere einzurichten und die Infrastruktur zu verbessern, um weiteres Chaos zu verhindern und das touristische Image der Insel zu schützen.





